Neuer Schulungsfilm: Argumentieren und Überzeugen mit Albert Thiele

Argumentieren und Überzeugen per Schulungsfilm lernen – geht das eigentlich? Muss einem diese Fähigkeit nicht im Blut liegen oder aber im persönlichen Coaching trainiert werden?

Wir sagen: Das geht sehr wohl! Und für diese anspruchsvolle Aufgabe haben wir einen DEN Experten für das Thema gewinnen können: Albert Thiele. Der promovierte Wirtschaftspädagoge ist vielen ein Begriff dank seines Bestsellers und mittlerweile StandardwerksArgumentieren unter Stress“, der sich sagenhafte 100.000 Mal verkauft hat und in mehrere Sprachen übersetzt wurde. Die FAZ zählt ihn zu den besten Dialektik- und Präsentationstrainern Deutschlands. Vorstände und Sprecher der deutschen Wirtschaft bereitet er außerdem auf Medien-Auftritte vor großem Publikum vor. Zu seinem Team gehören bekannte Journalisten wie Ulrich Kienzle und Helmut Rehmsen.

 

Für den jetzt erschienenen, aufwändig produzierten Schulungsfilm “Argumentieren und Überzeugen” haben wir alle alle redaktionellen Register gezogen und die verschiedensten Formate eingesetzt, um das relevante Wissen verständlich, praxisnah und kurzweilig zu vermitteln.

 

Dr. Albert Thiele, einer der führenden Rhetorik-Experten, im neu erschienenen Schulungsfilm "Argumentieren und Überzeugen"

Dr. Albert Thiele, einer der führenden Rhetorik-Experten, im neu erschienenen Schulungsfilm “Argumentieren und Überzeugen”

Welcher Aufwand genau steckt eigentlich in unserem Schulungsfilm?

  • Ein intensiver Workshop mit dem Experten
  • Erstellung eines 51-seitiges Skripts
  • Ein ganztägiger Studiodreh – beteiligt waren neben Herrn Thiele
    • Regisseur
    • Redakteure
    • Aufnahmeleitung
    • Kameraleute
    • Beleuchter
    • Toningenieur
    • Skript Supervisor
  • Ein ganztägiger, separater Spielszenen-Dreh in einem Büro-Setting mit
    • Filmteam
    • Redaktion
    • und zwei Profi-Schauspielern
  • Danach die Postproduktion:
    • Schnitt
    • Erstellung durch unseren Motion Graphic Designer von
      • animierten Grafiken
      • Explainer Animations
      • Videoscribing
      • Einblendungen
      • Splitscreens
    • Farbkorrektur
    • Erstellung von Arbeitsmaterialien und Lernfragen
    • Abschließendes Rendern und Integration in unsere Lernumgebung oder die Kunden-LMS
Die zahlreichen Spielszenen verdeutlichen die verschiedenen Argumentationssituationen und -techniken

Die zahlreichen Spielszenen verdeutlichen die verschiedenen Argumentationssituationen und -techniken

 

Das Ergebnis kann sich nun – im wahrsten Sinne – sehen lassen, und zwar hier. Teil 1 des Schulungsfilms über die “Fünfsatztechnik” lässt sich übrigens hier kostenlos abrufen.

 

Was genau wird inhaltlich vermittelt?

Alles, was man wissen muss, um auch in schwierigen, stressigen oder kontroversen Situationen selbstsicher die eigene Meinung darzulegen und die Gegenseite zu überzeugen. Beispielsweise lernt man zahlreiche Tools wie die erwähnte Fünfsatztechnik, das ETHOS-Schema oder die von Albert Thiele selbst entwickelte „4-i-Methode“. Ferner gibt der Experte ganz konkrete Tipps für eine professionelle Vorbereitung und auch für den gezielten Einsatz von Mimik, Gestik und Stimme.

Des Weiteren vermittelt der Schulungsfilm, wie man Aussetzer und Blackouts souverän überspielt und Gegenargumente pariert, aber auch, wie man Fangfragen geschickt kontert und mit geeigneten Interventionstechniken unfaire verbale Angriffe abwehrt. Um dieses Wissen so praxisnah wie möglich zu vermitteln, werden die Teilnehmer während des Schulungsfilms häufig vom Dozenten dazu angehalten, selbst aktiv zu werden, also beispielsweise eigene Baupläne für Redebeiträge zu erstellen oder selbst die Fünfsatztechnik anhand eines praxisnahen Fallbeispiels zu testen. Und in insgesamt 10 Spielszenen verdeutlichen zwei Schauspieler, wie professionelles Argumentieren in der Praxis aussieht.

 

Immer wieder werden den Teilnehmern konkrete Aufgaben gegeben

Immer wieder werden die Teilnehmer dazu aufgefordert, konkrete Übungsaufgaben zu machen

 

 

Wir haben uns mit Albert Thiele unterhalten und ihn über den Dreh und das Ergebnis befragt:

Albert_Thiele

Herr Dr. Thiele, normalerweise vermitteln Sie Ihr Wissen ja in persönlichen Coachings oder vor vielen Zuhörern. War es für Sie ein großer Unterschied, vor der Kamera zu stehen?

Ja, denn für mich ist es nicht alltäglich, vor der Kamera zu präsentieren. Da konnte ich mir bestenfalls ein „virtuelles Publikum“ vorstellen, dem ich das Thema vermittle. Aber der fehlende Feedbackmechanismus beim direkten Austausch mit den Zuhörern war schon ungewohnt. Für mich war wichtig, ein zuhörer-orientiertes Tempo zu verwenden – denn so eine Performance muss ja „hirngerecht“ sein, also in Einklang mit der Aufnahmefähigkeit der Adressaten.

Außerdem spreche ich normalerweise immer frei, da war es auch ungewohnt, nun alles vom Teleprompter abzulesen. Und nicht nur das, der Regisseur und das Drehbuch gaben ja auch ganz genaue Vorgaben, wie, wo und was wann passieren sollte. Das bedingt viel Konzentration bei allen Beteiligten!

 

Wie haben Sie den Dreh in unserem Filmstudio empfunden?

Sehr angenehm, muss ich sagen: Alle Beteiligten – von der Maske über Licht, Kamera, Ton bis zur Redaktion – haben durch und durch professionelle Arbeit geleistet! Beeindruckt war ich von der guten Eingespieltheit des Teams und auch von der großen Akribie ihrer Arbeit.

 

Ihr Schulungsfilm ist jetzt fertig – wie zufrieden sind Sie mit dem Ergebnis?

Das gefällt mir sehr gut! Ich habe es einigen Moderatoren gezeigt, die Fersehstudio-erfahren sind. Auch die TV-Profis haben das Schulungsvideo mit ihrem Kennerblick gelobt: Der Schnitt, die Übergänge, die Dramaturgie, die ganze Dynamik sind sehr überzeugend und auch die visuellen Elemente sind hervorragend synchronisiert, etwa wenn mit Split-Screen-Technik gearbeitet wird oder mit Video-Scribing. Und die schauspielerischen Elemente finde ich sehr praxisbezogen, anschaulich und professionell.

Mir sind viele originelle Elemente im Gedächtnis geblieben, und ich hoffe, das wird auch bei den Teilnehmern des Schulungsfilms so sein – beispielsweise in Video 5, wo wir eine einfache Kaffeetasse verwenden, um das Phänomen der verschiedenen Perspektiven deutlich zu machen oder die Kampfsport-Metapher in Video 10.

Es ist ja ohnehin eine sehr anspruchsvolle Aufgabe, die Motivation und Aufmerksamkeit der Zuhörer durchgehend auf einem hohen Niveau zu halten – und dies insbesondere in einem Schulungsvideo. Aber zum Glück war das Drehbuch sehr griffig, kurzweilig und anschaulich, so dass in kurzer Zeit sehr praxisrelevante, dichte Informationen vermittelt werden – und daher denke ich, dass wir die Aufgabe wirklich gut umgesetzt haben.

 

Haben Sie bestimmte Pläne, Ihren Schulungsfilm einzusetzen, etwa in Blended-Learning-Szenarien?

Ja, und zwar ganz konkrete: In einem deutschen Industrieunternehmen, dessen High Potentials ich schon seit Jahren schule, wird es jetzt eingesetzt. Zunächst halte ich ein Präsenz-Seminar und dann bekommen die Teilnehmer den Zugang auf relevante Schulungsfilme, die sie im beruflichen oder privaten Alltag anschauen können. Der Zusatznutzen besteht darin, dass jeder in seinem ganz eigenen Lernrhythmus das Wissen wiederholen und vertiefen kann. Und zwar im stationären Computer genauso wie im Tablet-PC oder Smartphone. An jedem Ort. Nach zwölf Wochen gibt es auch noch ein Transferseminar, in dem Schwierigkeiten bei der Anwendung behandelt und individuelle Praxistipps zur Verhaltensverbesserung gegeben werden.

 

Eine Szene vom Dreh im Filmstudio

Eine Szene vom Dreh im Filmstudio

 

Zusätzlich zum Schulungsvideo ist ein weiteres Video entstanden, in dem Sie Tipps geben, wie man das erlernte Wissen in die Tat umsetzen kann, und das in Kürze veröffentlicht wird. Was würden Sie Kritikern entgegnen, die skeptisch sind, inwiefern Schulungsfilme überhaupt ein „vollwertiges“ Lernmedium sind?

Der wichtigste Punkt ist: Arbeitsintegriertes Lernen ist nachhaltiger als Seminarlernen. Sprich: direkt am Arbeitsplatz Wissen abzurufen und gleich anzuwenden. Daher ist es ideal, wenn die Personalentwicklung auch Schulungsfilme auf dem Schirm hat und diese den Mitarbeitern so zur Verfügung stellt, dass sie kurzfristig darauf zugreifen können.

Im Übrigen hat jeder denkbare Lernweg seine Vor- und Nachteile. Bei einem Präsenzseminar ist ein Vorteil, dass es zu einer Gruppendynamik und einem Erfahrungsaustausch kommt. Die besondere Stärke des Schulungsfilms liegt beispielsweise darin, dass ein Lernen im ganz individuellen Tempo ermöglicht wird und dass auf das Wissen jederzeit und auch von überall zugegriffen werden kann. Gerade vor wichtigen Gesprächen, Verhandlungen oder Meetings kann man sich somit relevante Tipps zur Rhetorik oder zum Argumentieren noch einmal „just in time“ bewusst machen.

 

Herr Dr. Thiele, vielen Dank für das Gespräch!

Hier können Sie den Artikel teilen:
Facebooktwittergoogle_plusmailby feather


Folgen Sie uns gerne auf unseren Social-Media-Seiten:
Facebooktwittergoogle_plusyoutubeby feather

4 Kommentare

  1. Pingback: Management-JournalSchulungsvideo: Schlüssig argumentieren und überzeugend Auftreten im Berufsleben - Management-Journal

  2. Seminar Redenschreiben 4. August 2015 9:18 am 

    Das Argument gleicht dem Schuß einer Armbrust – es ist gleichermaßen wirksam, ob ein Riese oder ein Zwerg geschossen hat.

    Sir Francis von Verulam Bacon

Schreibe einen Kommentar

This Blog will give regular Commentators DoFollow Status. Implemented from IT Blögg