Digital Learning im Unterricht: Droht die “Zwangsdigitalisierung”? – Expertenmeinungen von G. Dueck, B. Rudolph, R. Riempp und M. Lindner

Josef Kraus, der Präsident des Deutschen Lehrerverbands, hat sich kürzlich in einem Interview mit dem „Deutschlandradio Kultur“ sehr kritisch zum Thema „Digitalisierung des Unterrichts“ geäußert – das komplette Interview im Wortlaut ist hier abrufbar.

 

Darin stellt er einige streitbare Thesen auf:

  • Natürlich müsse die Schule mit der Zeit gehen, aber eine „Computerisierung des Klassenzimmers“ wäre eine negative Entwicklung – eine „totale Zwangsdigitalisierung“ des Unterrichts bringe „eine Reihe an möglichen Kollateralschäden“: Die Ausdauer, das Durchhaltevermögen, das Konzentrationsvermögen der Schüler würden leiden.
  • Wer sich in einer Bibliothek nicht auskennt, wer sich in einem Lexikon nicht auskennt, nämlich Wichtiges von Unwichtigem zu unterscheiden, der wird sich auch im Internet nicht auskennen.“
  • Regelmäßiger Informatikunterricht sei zwar schon wichtig, aber z.B. Grundzüge des Programmierens, um also zu verstehen, wie Software und Apps funktionieren, müssten Schüler nicht lernen, denn „Sie müssen, um ein Auto fahren zu können, ein hoch technisiertes Auto fahren zu können, auch nicht verstehen können, was da unter der Motorhaube geschieht.“
  • Thema Sicherheit im Internet / Mediennutzungs-Kompetenz: Es sei schon sinnvoll, dass die Schule Schüler über Gefahren im Internet aufkläre, aber nicht im Rahmen von regulären Unterrichtsstunden, sondern ein Projekttag oder eine Projektwoche dazu sei völlig ausreichend.

 

Klar, diese Aussagen betreffen vornehmlich die Schule und den dortigen Einsatz digitaler (Lern-)Medien. Aber was sie auch für uns und diesen Blog relevant macht: Sie stammen vom Chef des wichtigsten Lehrerverbands hierzulande, und die Schüler von heute sind die Studenten und Angestellten von morgen.

Und die Thesen selbst finden wir als Videolearning-Anbieter für Weiterbildungs-Inhalte schon sehr diskussionswürdig – deshalb haben wir dazu eine kleine Umfrage gestartet und exklusiv interessante Stellungnahmen von vier namhaften Experten erhalten, die die Thesen von Josef Kraus aus ganz unterschiedlichen Blickwinkeln beleuchten und bewerten.

 

Im Folgenden lesen Sie die Einschätzungen von

  • Prof. Dr. Gunter Dueck, dem ehemaligen CTO von IBM Deutschland sowie Schriftsteller, Publizist und Speaker, ein gefragter Vordenker zu den Themen Innovationen, Digitale Gesellschaft und Bildung
  • Dr. phil. habil. Martin Lindner, bekannt als Forscher zu den Themen vernetzte Wissensarbeit, Informationsflüsse und Lernprozesse sowie als Berater für Unternehmen und Organisationen, wie sie diese für sich einsetzen können

 

Birte Rudolph, Mediendidaktikerin bei der Materna GmbH TMT

Birte Rudolph, Materna (Copyright: www.materna-tmt.de)

Birte Rudolph, Materna (Copyright: www.materna-tmt.de)

Zur Warnung vor einer „Computerisierung des Klassenzimmers“ und einer „totalen Zwangsdigitalisierung“:

„Zwang hat in jedem Fall etwas Negatives an sich. Herr Kraus ist ja durchaus der Meinung, dass Schulen mit der Zeit gehen sollen und entsprechende Technologien einführen sollten. Es sollte nur nicht zwanghaft und ausschließlich geschehen und das sehe ich ähnlich: Wenn der Bedarf und sinnvolle Einsatzszenarien identifiziert wurden, kann der Einsatz von Technologie und Medien eine gute Ergänzung bieten – aber eben nicht in jeder Unterrichtseinheit, sondern nur da, wo es einen didaktischen Mehrwert bietet.“

Zur These: „Keine Orientierung im Internet ohne das Wissen, wie eine Bibliothek funktioniert“:

„Die Bewertung der Qualität von Information ist eine wichtige Grundlage, wenn das Internet als Informationsquelle verwendet wird. Darüber hinaus sollte, meiner Meinung nach, eine korrekte Zitationsweise, das Angeben von Quellen und Verwertungsrechte den Schülern nahe gebracht werden, sobald mit Quellen aus dem Internet gearbeitet wird. Diese Themen müssen sicherlich nicht jeden Tag gelehrt werden, können jedoch zur Sensibilisierung im Umgang mit diesen Quellen führen.“

Zur These: Grundzüge des Programmierens sind kein sinnvoller Lernstoff für Schüler

„Herr Kraus betont, dass Informatikunterricht sehr wichtig ist, jedoch Programmieren nicht jeden Tag gelehrt werden muss. Das sehe ich ähnlich. Die Option, sich in diesen Bereichen vorrangig zu vertiefen, könnte eine gute Alternative zwischen Zwang und Ausfall des Informatik-Lehrstoffes sein.“

Zur These: Aufklärung über Sicherheit im Internet und das Lehren von Mediennutzungs-Kompetenz muss nicht im Regelunterricht geschehen

„Aufklärung im Bereich Internetsicherheit ist nicht nur ein Thema für einen Tag im Halbjahr, denke ich. Hier könnten ganze Unterrichtseinheiten gefüllt werden. Wichtig wäre, dass immer eine Ansprechpartnerin oder ein Ansprachpartner an der Schule zur Verfügung steht, die bzw. der bei Fragen aufgesucht werden kann. Zusätzlich können Projekttage eine gute Gelegenheit bieten, auch die Eltern der Kinder zu diesen Themen zu informieren.“

 

 

Prof. Dr. Gunter Dueck, ehem. CTO von IBM Deutschland sowie Schriftsteller, Publizist und Speaker

Gunter Dueck (Copyright: www.omnisophie.com / Michael Herdlein)

Gunter Dueck (Copyright: www.omnisophie.com / Michael Herdlein)

Zur Warnung vor einer „Computerisierung des Klassenzimmers“ und einer „totalen Zwangsdigitalisierung“:

„Herr Kraus wendet sich vor allem gegen die – wie er mehrfach sagt – “Totaldigitalisierung”. Die fordert ja niemand, sondern nur die Nutzbarmachung möglicher Digitalisierung. Arthur Schopenhauer hat einen Leitfaden der Eristik (von Eris, Göttin der Zwietracht) geschrieben, über die Kunst, Recht zu behalten. Ein Kniff ist, das geforderte Andere bis zum äußersten Extrem zu treiben und dem Gegner zu unterstellen, er wolle genau das. Herr Kraus unterstellt also, das der Andere absolut euphorisch im Extrem ist, wenn also jeder Schüler die volle Unterrichtszeit über aufs Tablet starrt, weil er das gut findet. Wenn man im diesem Sinne den Gegner mit seinem ins äußerste getriebenen Standpunkt konfrontiert, muss dieser sehr komplex argumentieren und eigentlich sagen: “So extrem will ich das gar nicht.” Dann sagt der Eristiker: “Aha, Sie rücken also von Ihrem Standpunkt und geben mir Recht.” Ich werde mich folglich zu “Totaldigitalisierung” nicht äußern, bis Herr Kraus einen Diskurs versucht.

Und zum Thema “Häppchenwissen”: Das ist ein echtes Problem, das sehe ich auch. Ich sage schon seit vielleicht 15 Jahren voraus, dass im Netz Dinge IM PRINZIP um viele Größenordnungen interessanter und klüger dargestellt werden können. Wir konsumieren heute – wenn wir das Wichtige erkennen können und es in der besten Form im Netz zu finden vermögen – dieses Wichtige in einer so unerhört guten Form, dass eine normale Schule der Kreidezeit als hoffnungslos hintendran empfunden werden kann.

Eine normale noch so menschliche Erklärung eines noch so menschlichen Lehrers fällt ab gegen das BESTE Youtube-How-to-Video. Dieses BESTE muss man finden lernen, ja. Das ist nicht selbstverständlich, da kann der Lehrer ja helfen. Und wir tendieren zum Konsumieren statt zum disziplinierten Lernen, ja. Aber die guten Schüler schaffen das, und die nicht so guten konsumieren immerhin, wo sie jetzt wohl nur abgehängt werden.“

Zur These: „Keine Orientierung im Internet ohne das Wissen, wie eine Bibliothek funktioniert“:

„Im normalen Leben haben alle die, die es früher gelernt haben, damit umzugehen, keine Bibliothek daheim, allenfalls ein vielbändiges zwangsgeschenktes nichtaktuelles Lexikon, das noch einen intakten Goldschnitt aufweist. Fast niemand nutzt das Lexikon – nicht erst heute nicht, auch gestern nicht. Aber im Internet schauen wir täglich nach, auch die Kids – jeder. Als Wissenschaftler wusste ich alles in der Bibliothek zu finden. Hingehen, schauen, nichts, wieder ein paar Meter weiter, reinschauen, vielleicht etwas gefunden – meist doch nicht, zurückgehen, eine halbe Stunde ist rum, meistens Frust. Was, bitte, ist das gegen Googeln?“

„Wichtiges von Unwichtigem unterscheiden – das muss Gegenstand der Bildung sein, das bestreitet niemand. Das muss aber auch immer wieder aktualisiert werden, weil sich die Zeiten ändern. Man muss zum Beispiel immer neu in der Folge der Entwicklung wissen, ob die Logarithmentafel, der Rechenschieber oder das Internet wichtig ist oder nicht. Ist es denn wichtig, Goethes Dramen in Reclamheften zu lesen oder schwächt es das Hirn, das Drama im Netz anzuschauen – was sich Goethe wohl so gewünscht hat?“

 

 

Dr. Martin Lindner, Forscher und Berater für E-Learning 2.0:

Martin Lindner (Copyright: M. Lindner, https://plus.google.com/+MartinLindnerDigital)

Martin Lindner (Copyright: M. Lindner)

„Wenn es tatsächlich nur darum geht, den herkömmlichen Unterricht zu “zwangsdigitalisieren”, kann man darauf auch verzichten. Dann wären das Ergebnis reine Pflichtübungen, die zwar sicher nicht das Durchhaltevermögen und Konzentrationsvermögen der Schüler mehr schädigen als der unpersönliche Routineunterricht jetzt, aber auch nicht viel verbessern.

Es wird tatsächlich früher oder später – vielleicht bis in 5 Jahren? – zur “totalen Digitalisierung” in der Schule kommen, aber das wird nicht durch gezielten pädagogischen Einsatz dieses Videos oder jenes Werkzeugs passieren, sondern durch WLAN für alle und ständige Verfügbarkeit eines netzfähigen Lese/Schreib/Medien-Geräts für jede Schülerin und jeden Schüler.

Alle Geräte werden Zugang zu einem gemeinsamen Beamer haben, wenn alle zusammensitzen. Ansonsten können Inhalte über die Netz-Publikation im Gruppen-Blog oder über Screensharing jederzeit geteilt werden. Damit ändert sich das ganze Setting der herkömmlichen “Unterrichtsstunde” und damit insbesondere auch die Rolle der “Didaktik”.“

 

 

Prof. Dr. Roland Riempp, Multimedia Consulting und Training und Professor für Medienintegration, Hochschule Offenburg

Roland Riempp (Copyright: R. Riempp)

Roland Riempp (Copyright: R. Riempp, riempp.net)

 

Zur Warnung vor einer „Computerisierung des Klassenzimmers“ und einer „totalen Zwangsdigitalisierung“:

„Diese Aussage ist sehr pauschal. Meiner Meinung nach kommt es ganz entscheidend darauf an, in welcher Form, zu welchem Zweck, im Rahmen welchen didaktischen Settings, mit welcher Intention und welcher Zielrichtung Computer im Unterricht und im Klassenzimmer eingesetzt werden. Ein pauschaler generell negativer Effekt des Einsatzes von Computern in Klassenzimmern ist so wissenschaftlich nicht belegbar.“

Zur These: „Keine Orientierung im Internet ohne das Wissen, wie eine Bibliothek funktioniert“:

„Diese Aussage unterstütze ich. Allerdings vermag ich nicht zu erkennen, warum eine Bibliothek und ein Lexikon zum Zwecke seriösen Literaturstudiums zwingend auf Papier vorliegen müssen. Es geht aus meiner Sicht mehr um das Einüben der Fertigkeit, aus Literatur zielgerichtet Wissen zu gewinnen und dieses strukturiert weiter zu verarbeiten, und dies im Hinblick auf eine gestellte Aufgabe oder ein zu erreichendes Ziel. Ob diese Literatur auf Papier oder digital vorliegt, erscheint mir dabei nebensächlich. Im Gegenteil erscheint mir die sehr viel schnellere Erreichbarkeit und Verfügbarkeit digital vorliegender Literatur hier eher für diese zu sprechen.“

Zur These: Grundzüge des Programmierens sind kein sinnvoller Lernstoff für Schüler

„Dieser Aussage kann ich überhaupt nicht zustimmen. Der Erwerb eigener Handlungskompetenz im Zusammenhang mit unserer immer digitaler werdenden Welt stempelt diejenigen, die hierbei nicht in der Lage sind, auch eigene Beiträge zu dieser Welt beizusteuern, zu einer Art von digitalen Analphabeten der Neuzeit.“

Zur These: Aufklärung über Sicherheit im Internet und das Lehren von Mediennutzungs-Kompetenz muss nicht im Regelunterricht geschehen

„Dem mag ich zustimmen, wenn es nicht bei einem einzigen Projekttag für einen Schüler im Verlauf seiner ganzen Schullaufbahn bleibt. Derartige Bildungsanteile sollten meiner Ansicht nach in regelmäßiger Form mehrfach pro Schuljahr in die Schullaufbahn jeden Schülers eingeflochten werden und dabei eine Vielfalt von Themen aus diesem Kontext abgedeckt werden. Fehlt dies, sind wir wieder bei den digitalen Analphabeten, wie bereits erwähnt.

 

Generell möchte ich noch beitragen, dass mir die Aussagen von Herrn Kraus sehr stark auf die schulische Bildung von Kindern und Heranwachsenden bezogen scheinen. Erkenntnisse aus diesem Sektor der Bildungslandschaft lassen sich meiner Ansicht nach nur sehr schwer bis gar nicht auf das Feld der Erwachsenenbildung und der beruflichen Weiterbildung übertragen.

Was ich im Zusammenhang mit den Aussagen von Herrn Kraus weiterhin bemerkt habe, ist der generelle Blickwinkel im Hinblick auf digitale Medien, hier nur Risiken und Nachteile zu thematisieren. Gänzlich fehlt mir der Blick auf Vorteile und Chancen des Einsatzes digitaler Medien im Bildungskontext.

Aus meiner Sicht und meiner Praxis sowie aus meiner Forschung heraus erkenne ich auch etliche Vorteile des Einsatzes digitaler Medien im Bereich der Wissensvermittlung und des Erwerbs von Wissen. So möchte ich nur darauf hinweisen, dass beim Einsatz papiergebundener Medien ausschließlich statische Inhalte, also geschriebener Text oder Standbild, eingesetzt werden können zur Wissensvermittlung. Digitale Medien erlauben dagegen über statische Inhalte hinaus auch den bequemen Einsatz dynamischer Inhalte, also Bewegtbild und Audio.

Deren zusätzliches Potential bei der Wissensvermittlung ist aus meiner Sicht, meiner Praxis und aus meiner Forschung heraus nicht zu unterschätzen. Dies wird auch durch eine Vielzahl renommierter wissenschaftlicher Publikationen belegt, zu deren Vielfalt ich mit meiner Promotion über “Intentionales Beobachtungslernen von Bewegungs- und Handlungsabläufen mit interaktivem Video” die Ehre hatte, ein kleines bescheidenes Steinchen hinzuzufügen zu dürfen.“

 

Hier können Sie den Artikel teilen:
Facebooktwittergoogle_plusmailby feather


Folgen Sie uns gerne auf unseren Social-Media-Seiten:
Facebooktwittergoogle_plusyoutubeby feather

13 Kommentare

  1. Wolfgang Ksoll 12. März 2015 9:48 pm 

    Ich will nur einen Aspekt herauspicken, das die Absurdität der Aussagen schön zeigt:
    „Sie müssen, um ein Auto fahren zu können, ein hoch technisiertes Auto fahren zu können, auch nicht verstehen können, was da unter der Motorhaube geschieht.“

    Das ist absolut richtig und in seiner Unvollständigkeit tödlich. Unsere Schüler werden nicht nur Autos fahren und Strom aus der Steckdose bekommen: Sie werden auch Autos bauen. Deutschland ist eine Hochburg der Automobilindustrie. In Wolfsburg bei VW stehen seit Jahrzehnten in Halle 54 computergesteuerte Roboter. Die Autos werden gebaut von deutschen Ingenieuren, von deutschen Technikern und Arbeitern, die nicht so bornierte Lehrer hatten, die Kontakt mit Technik als “Pfui” bezeichneten. Autos sind heute Hightechprodukte, die voll Computer stecken. So wie es auch Kraftwerke sind, die von Deutschen gebaut und betrieben werden: Die sind nicht so naiv, dass sie sagen, Kraftwerke interessieren mich nicht, weil der Strom aus der Steckdose kommt.

    Leute, die kein Verständnis für Technik haben, werden in der Regierung als Lehrer und Juristen das Land in die Irre führen, wie wir es gerade bei der GroKo sehen. Sigmar Gabriel ist z.B. Lehrer und macht eine Katastrophale Digitalisierungspolitik und Energiepolitik. Kohle fördert er, Wind und Sonne bremst er. WLAns sollen noch restriktiver in deutschnationaler Einzigartigkeit in der Welt behandelt werden. Wir werden den Wohlstand verspielen, von dem wir uns teure Gymnasiallehrer leisten konnten, die öffentlich ihre Irrlehren in die Welt posaunen dürfen.

    Wer sich nicht mit der Gegenwart beschäftigen will und seine mentalen Modell in der Vergangenheit konservieren will, schadet seinen Mitmenschen. Das haben Herr Kraus und Sigmar Gabriel wieder wunderschön gezeigt. Wenn ich nicht zu alt wäre, würde ich auswandern, um mich von diesen Digitaliserungsboykotteuren zu entkommen, die vom Geld leben, dass Techniker u.a. in Wolfsburg erarbeiten.

  2. Anne Dreyer 13. März 2015 3:55 pm 

    Warum orientiert man sich nicht stärker daran, wie junge Menschen heute eigentlich lernen WOLLEN? Für die meisten Jugendlichen ist der Einsatz neuer Medien keine Frage des OB, sondern des Wie und Wofür. Sie beherrschen die Technik und nutzen sie aktiv.
    Da wäre es doch viel sinnvoller, Lernkonzepte aus Sicht der Schüler zu entwickeln und nicht aus Sicht der Bildungspolitik.
    In der betrieblichen Bildung beobachten wir seit vielen Jahren eine Ausdifferenzierung von Lernsettings. Ist es da eine Überraschung, dass sich dieser Prozess in der Allgemeinbildung auch vollzieht?

  3. Bernd Gewehr 13. März 2015 7:27 pm 

    Auf der Infoveranstaltung zur gymnasialen Oberstufe wurde uns am Montag erklärt, dass die Leistungskurskombination SoWi und Informatik leider nicht wählbar ist, weil Informatik keine vollwertige Naturwissenschaft sei. Wenn wir weiter mit solchen angestaubten Ansichten die Zukunft unserer Kinder unsinnigerweise beschränken, verstehe ich diese Welt nicht mehr…

Schreibe einen Kommentar

This Blog will give regular Commentators DoFollow Status. Implemented from IT Blögg