Blended Learning

 

In der E-Learning-Szene hört man immer häufiger das Stichwort Blended Learning – aber was hat es damit genau auf sich? „Blended Learning“, wörtlich „gemischtes Lernen“, könnte man sinngemäßer mit „Lern-Mix“ oder auch „hybrides Lernen“ übersetzen. Gemeint damit ist eine Lernform, die meist traditionelle Präsenzveranstaltungen und E-Learning „mixt“ und damit die Stärken beider Lernmethoden kombiniert.

In der Praxis kann ein Blended Learning die verschiedensten Formen annehmen. Hier ein paar Beispiele:

-          Die Teilnehmer einer Weiterbildungsmaßnahme schauen sich zunächst Videotrainings an, damit alle auf dem gleichen Wissensstand sind (Homogenisierung heterogener Gruppen). Danach treffen sich alle Teilnehmer zur Gruppenarbeit, um dieses Wissen gemeinsam an Fallbeispielen oder in Rollenspielen anzuwenden. Weitere Schulungsfilme können daraufhin zur Vertiefung eingesetzt werden.

-          Der Trainer setzt im Rahmen seines Blended-Learning-Konzept während des Seminars verschiedene Medien ein, zum Beispiel animierte Grafiken oder Spielszenen, die er über den Videobeamer zeigt und danach mit den Teilnehmern darüber diskutiert.

-          Die Teilnehmer absolvieren zunächst ein Web-based Videotraining (WBVT) und können dann über eine Videokonferenz weitere Fragen zum Thema an den Trainer und die anderen Lernenden stellen. Dies ist ein Beispiel dafür, dass Blended Learning in bestimmten Fällen auch ohne Präsenz-Termine auskommen kann.

Die Erscheinungsformen und Gestaltungsmöglichkeiten von Blended Learning sind also sehr vielfältig. Wichtig für ein didaktisch gelungenes Blended Learning-Szenario ist, dass die jeweils ideal geeigneten Medien und Methoden eingesetzt werden.

Blended Learning verändert auch die Rolle des Trainers: Von einem reinen Wissensvermittler wird er zu einem Wissens-Manager, Motivator und Begleiter von Lernprozessen.